Canale D'Agordo

 

 

Albino Luciani

 

Er wurde am 17. Oktober  1912 in Forno di Canale (heute Canale D'Agordo), Diözese Belluno, Italien, geboren. Seine Eltern waren: Giovanni Luciani und Bortola Tancon.

 

Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Albino, Edoardo, Nina,  und ein anderer Bruder, Federico, der bereits in jungen Jahren starb. Edoardo lebt in Canale mit seiner Frau, Antonietta Marinelli; sie haben 9 Kinder. Nina ist die Witwe Ettore Petris und hat zwei Kinder. 

  

Albino verbrachte seine Kindheit inmitten der Schönheit der Täler und Berge seiner Heimat, und als er während des I. Weltkriegs Not leiden musste, lernte er die Armut hautnah kennen. Er war ein rastloser, kräftiger und lebhafter Junge. Im Alter von10 Jahren wurde seine Berufung zum Priestertum geboren – dank der Predigt eines Kapuzinerpaters. 1923 trat er in das Vor-Seminar in Feltre ein.  

 

 


Belluno

 

   

 1928 trat Albino Luciani in das Seminar von Belluno ein. Am 7. Juli 1935 wurde er zum Priester geweiht.

Er wirkte als Kaplan in seiner Heimatpfarrei und anschließend in der Pfarrei von Agordo, wo er auch am Mineraltechnischen Institut Religionsunterricht erteilte.

 

1937 wurde er zum Vizerektor  des Seminars von Belluno ernannt, wo er als Professor für Moraltheologie und Dogmatik, Kanonisches Recht und Kunstgeschichte wirkte.

 

1947 promovierte er an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom zum Doktor der Theologie.

 

1949 organisierte er den Eucharistischen Kongress in Belluno und veröffentlichte seine Schrift „Katechetik in Brosamen“.

 

1954 wurde er zum Generalvikar der Diözese Belluno berufen.

 

 


Vittorio Veneto

 

 

      

Am 15. Dezember 1958 wurde er zum Bischof von Vittorio Veneto ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 27. Dezember 1958 von Seiner Heiligkeit Papst Johannes XXIII.  in der Basilika von St. Peter. 11 Jahre lang versah er sein Amt in dieser Diözese. Ab 1962 nahm er am II. Vatikanischen Konzil Teil.

 

„Ich denke, dass während dieser Tage der Herr seine alte Methode auf mich anwendet: Er nimmt die kleinen aus dem Schmutz der Straße und er stellt sie auf hohe Posten. Er nimmt Menschen von den Feldern, den Netzen des Meeres, dem See, und er macht aus ihnen Apostel. Das ist seine alte Methode. Sicher will der Herr diese Dinge nicht auf Bronze schreiben, nicht auf Marmor, sondern in den Staub, so dass, wenn das Geschriebene bleibt, ohne zerstört zu werden, ohne vom Wind verweht zu werden, es klar ist, dass alles Sein Werk ist und alles zum Ruhme Gottes (...). In diesen Staub hat der Herr die bischöfliche Würde der berühmten Diözese Vittorio Veneto geschrieben.“ 

(Aus der Homilie vom 4. Januar  1959)   

 

 


Venedig

 

 

Am15. Dezember 1969 wurde er zum Patriarchen von Venedig ernannt. Papst Paul VI. kreierte ihn am 5. März 1973 zum Kardinal mit der Titelkirche Sankt Markus. Drei Jahre lang (1973-1976) war er Vizepräsident der Italienischen Bischofskonferenz. Er nahm an den Bischofssynoden von 1971,1974 und 1977 teil. 1976 wurde sein Buch “Illustrissimi” veröffentlicht; eine Kompilation von Briefen, adressiert an die verschiedensten Persönlichkeiten der Geschichte und fiktiven Literatur.

 

„Ich persönlich, wenn ich allein mit Gott und der heiligen Jungfrau spreche, ziehe es vor, mich mehr jung als erwachsen zu fühlen. Die Mitra, das Scheitelkäppchen, der Ring verschwinden; ich schicke den Erwachsenen in die Ferien und auch den Bischof (...), um zu der spontanen Zärtlichkeit zu gelangen, die ein Junge vor Mutter und Vater zeigt (...). The Rosary, a simple and easy prayer, as well, helps me to be a child and I am not ashamed of it, at all”

(aus “Mein Rosenkranz”)

 

 

    

 

Vatikanstadt

 

 

Am 26. August 1978, in einem eintätigen Konklave, wurde er zum 263. Nachfolger des hl. Petrus gewählt und nahm zum ersten Mal in der Geschichte der Päpste einen Doppelnamen an. Offiziell begann sein Amt am 3. September mit einer Messe auf dem Petersplatz. Er kehrte in des Vaters Haus zurück am 28. September 1978, 33 Tage nach seiner Wahl.

  „Lieben heißt, eine Reise machen, sich mit dem Herzen zum Gegenstand der Liebe hinbewegen. (...) Gott lieben heißt also, mit dem Herzen eine Reise zu Gott machen. Eine wundervolle Reise (...) die Liebe zu Gott ist auch eine geheimnisvolle Reise, das heißt, jemand nimmt sie nicht auf sich, wenn Gott nicht zuerst die Initiative ergreift (...) Das heißt, Gott nicht ein wenig zu lieben sondern sehr viel; nicht aufzuhören an dem Punkt, an dem man selbst angekommen ist, sondern, mit Seiner Hilfe, in der Liebe zu wachsen.“

(Homily from the General Audience  Sept 27th 1978)

    


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